Szene aus Aswang

Synopsis

Manila in den ersten beiden Jahren nach dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte. Sein „Krieg gegen die Drogen” hinterlässt Nacht für Nacht Leichen in den Armenvierteln der Stadt; die Täter tragen Polizeimarken, Motorradhelme oder gar nichts. Alyx Ayn Arumpac folgt in „Aswang” (Philippinen 2019) Menschen, die mit den Toten umgehen müssen: einer Journalistin, die zu den Tatorten fährt, einem Gerichtsmediziner, einem Ordensbruder, der die Hinterbliebenen begleitet, und einem Straßenkind, dessen Eltern im Gefängnis sitzen und dessen Freunde auf dem Friedhof liegen. Der Titel meint das Ungeheuer der philippinischen Volkssage, das nachts über Menschen herfällt – im Film muss es niemand mehr erfinden.

Arumpac drehte drei Jahre lang, meist nachts, und blieb nah an den Menschen; die Zahl der Toten, die der Film nennt, lag am Ende bei über 30.000. Premiere hatte „Aswang” 2019 beim Dokumentarfilmfestival IDFA in Amsterdam, wo er den FIPRESCI-Preis gewann; danach lief er unter anderem im MoMA in New York, bei True/False und beim Cinéma du Réel in Paris. Bei Around the World in 14 Films lief der Film 2020 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 15. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2020.

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