
- Hommage Lucrecia Martel
- Argentinien
ZAMA
Synopsis
Ende des 18. Jahrhunderts. Don Diego de Zama (Daniel Giménez Cacho), Beamter der spanischen Krone, sitzt in einem abgelegenen Außenposten am Fluss und wartet auf seine Versetzung – zurück zu Frau und Kindern, in eine bessere Stadt. Der Gouverneur vertröstet ihn, das Gesuch an den König wird nie abgeschickt, und die Jahre vergehen. Zama umwirbt eine verheiratete Adlige ohne Erfolg, verliert Rang und Quartier und schließt sich schließlich einem Trupp an, der den Banditen Vicuña Porto jagen soll – von dem niemand weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Lucrecia Martel erzählt in „Zama” (Argentinien 2017), nach dem Roman von Antonio di Benedetto von 1956, vom langsamen Zerfall eines Mannes, der auf ein Leben wartet, das nicht kommt.
Martel setzt die Kolonialwelt als Bühne der Lächerlichkeit in Szene: schwere Perücken in der Hitze, Lamas im Amtszimmer, eine Tonspur, in der Stimmen und Tiere die Bilder überlagern. Premiere hatte der Film 2017 bei den Filmfestspielen von Venedig. Bei Around the World in 14 Films lief „Zama” 2020 in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund, im Rahmen einer Hommage an Lucrecia Martel.
Festival
Gezeigt in der 15. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2020.




















