Szene aus Mrs. Fang

Synopsis

Fang Xiuying ist 68 Jahre alt und liegt im Sterben. Seit Jahren leidet sie an Alzheimer, inzwischen ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass sie bettlägerig ist und kaum noch reagiert. In ihrem Haus auf dem Land in China wechseln sich Kinder, Verwandte und Nachbarn an ihrem Bett ab, reden über sie und über den Alltag, warten. Wang Bing dokumentiert in „Mrs. Fang“ (China 2017) die letzten zehn Tage ihres Lebens – und das Gesicht einer Frau, die nichts mehr sagen kann.

Wang Bing bleibt seinem reduzierten, kompromisslosen Stil treu: lange, unbewegte Einstellungen, die den Tod in einem verarmten Winkel Chinas nicht beschönigen. Der Film wurde im August 2017 im Internationalen Wettbewerb von Locarno uraufgeführt und gewann dort den Goldenen Leoparden, den Hauptpreis des Festivals; der Jury gehörten unter anderem Olivier Assayas und Miguel Gomes an. 2017 lief „Mrs. Fang“ bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 12. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2017.

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