Szene aus Die Sanfte

Synopsis

Eine Frau lebt allein am Rand einer russischen Kleinstadt. Ihr Mann sitzt im Gefängnis, regelmäßig schickt sie ihm Pakete. Als eines davon ohne Erklärung zurückkommt, macht sie sich auf den Weg, um herauszufinden, warum – und gerät in eine Odyssee durch Behörden, Wartesäle und Absteigen, durch ein System aus Korruption, Machtmissbrauch und Gleichgültigkeit, das ihr an keiner Stelle Antwort gibt. Sergey Loznitsa erzählt in „Die Sanfte“ (2017), einer in Russland angesiedelten europäischen Koproduktion, von einer Frau, die von einem unmenschlichen Apparat Gerechtigkeit verlangt.

Der Film ist lose nach der gleichnamigen Erzählung Dostojewskis von 1876 gestaltet und wurde im Mai 2017 im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt. Über knapp zweieinhalb Stunden entfaltet Loznitsa eine düstere Abrechnung mit „Mütterchen Russland“; viele Kritiker lasen den Film als Parabel auf das Verhältnis zwischen Ukraine und Russland. 2017 lief „Die Sanfte“ bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 12. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2017.

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