
- Russland
SILENT SOULS
Synopsis
Mirons Frau Tanja ist gestorben. Er bittet seinen Freund Aist, ihm beim Abschied zu helfen, und die beiden Männer machen sich im Auto auf den Weg, den Leichnam im Kofferraum, zwei kleine Vögel, Ammern, in einem Käfig auf dem Rücksitz. Ihr Ziel ist ein heiliger See, an dem Tanja nach den Bräuchen der Merja bestattet werden soll, eines finno-ugrischen Volkes, von dem sie abzustammen glauben. Unterwegs erzählt Miron, wie es der Brauch verlangt, von der Intimität seiner Ehe, und Aist hört zu, der die Tote auf seine Weise gekannt hat. Aleksei Fedortschenkos „Silent Souls” (Russland 2010, Originaltitel „Owsjanki”) nach einer Erzählung von Denis Ossokin ist ein Roadmovie durch die Flusslandschaften Zentralrusslands, 77 Minuten lang, still und konzentriert.
Der Film verbindet ethnografische Erfindung mit einer Meditation über Liebe, Verlust und die Rituale, die beides erträglich machen. Im Wettbewerb von Venedig erhielt er 2010 den FIPRESCI-Preis und die Osella für die beste Kamera (Michail Kritschman). Bei Around the World in 14 Films in Berlin lief „Silent Souls” 2010.
Festival
Gezeigt in der 5. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2010.
















