Szene aus Mundane History

Synopsis

Ake ist jung, stammt aus einer wohlhabenden Familie in Bangkok und sitzt seit einem Unfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Pun, sein neuer Pfleger, kommt aus dem Isan im Nordosten des Landes. In dem einst prächtigen Haus, in dem der Vater kaum in Erscheinung tritt und die Angestellten sich leise verständigen, entwickelt sich zwischen den beiden Männern zögernd eine Nähe – aus Ablehnung wird Gewöhnung, aus Gewöhnung so etwas wie Freundschaft. Anocha Suwichakornpongs „Mundane History” (Thailand 2009, Originaltitel „Jao nok krajok”) erzählt das nicht chronologisch: Sechs Blöcke gleiten in der Zeit vor und zurück, und das Haus wird zum Sinnbild eines Landes, in dem die Ordnung der Klassen wie die der Familie zu bröckeln beginnt.

Ein Debüt, das mit Bildern aus dem Kosmos und einem Geburtsvorgang aus dem Kammerspiel heraustritt und den Blick weitet. Beim Internationalen Filmfestival Rotterdam gewann der Film 2010 den Tiger Award. Bei Around the World in 14 Films in Berlin lief „Mundane History” 2010.

Festival

Gezeigt in der 5. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2010.

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