
- Spezial Jeanne Balibar
- Portugal/Frankreich
NE CHANGE RIEN
Synopsis
Die Schauspielerin Jeanne Balibar singt. Pedro Costas „Ne change rien” (Portugal/Frankreich 2009) zeigt sie bei der Arbeit: bei Proben mit ihrer Band, im Tonstudio, bei Gesangsstunden, auf der Bühne. Ein Stück wird wieder und wieder angesetzt, ein Takt korrigiert, eine Phrasierung verworfen – Musik nicht als Ergebnis, sondern als Prozess, als Kollaboration und als Mühe. Balibar hatte sich, unzufrieden mit den Rollen, die man ihr als Schauspielerin anbot, dem Singen zugewandt; Costa, mit ihr befreundet, begleitete sie dabei über mehrere Jahre. Aus einem Kurzfilm von 2005 wuchs so ein abendfüllender Film.
In Schwarzweiß und in langen, fast unbewegten Einstellungen, in denen das Licht die Figuren aus der Dunkelheit schneidet, bleibt Costa seiner Form treu – und beruft sich zugleich auf Godards „One Plus One”, jenen Film, der die Rolling Stones bei der Arbeit an einem einzigen Song zeigte. „Ne change rien” lief 2009 in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes. Bei Around the World in 14 Films in Berlin war er 2010 in der Sektion Spezial Jeanne Balibar zu sehen.
Festival
Gezeigt in der 5. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2010.
















