
- Rumänien
AUTOBIOGRAFIA LUI NICOLAE CEAUSESCU
Synopsis
Ein Diktator erzählt sein Leben – in den Bildern, die er selbst von sich hat anfertigen lassen. Andrei Ujicăs „Autobiografia lui Nicolae Ceaușescu” (Rumänien 2010) beginnt mit dem Schauprozess vom Dezember 1989 und rollt von dort 25 Jahre Herrschaft auf: Parteitage, Staatsbesuche, Jagdausflüge, Ferien am Schwarzen Meer, die Aufmärsche und Jubelchöre eines Landes, das der Conducător nach seinem Bild zu formen versuchte. Es gibt keinen Kommentar, keine Interviews, keine Einordnung von außen. Was zu sehen ist, stammt aus über tausend Stunden Material der rumänischen Nationalarchive, aus offiziellen Aufzeichnungen ebenso wie aus privaten Filmen der Familie Ceaușescu.
Aus diesem Fundus montiert Ujică drei Stunden, die den Propagandabildern ihre eigene Wahrheit entlocken: Je länger man hinsieht, desto deutlicher wird die Leere hinter dem Zeremoniell. Der Film schließt Ujicăs Trilogie über das Ende des Kommunismus ab, nach „Videogramme einer Revolution” (1992, mit Harun Farocki) und „Out of the Present” (1995). Die Premiere fand 2010 in Cannes statt, in der offiziellen Auswahl außerhalb des Wettbewerbs. Bei Around the World in 14 Films in Berlin lief der Film 2010.
Festival
Gezeigt in der 5. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2010.
















