Szene aus Tlamess

Synopsis

S ist ein junger Soldat in der Wüste im Süden Tunesiens. Als er vom Tod seiner Mutter erfährt, bekommt er eine Woche Heimaturlaub – und kehrt nicht in das Lager zurück. Er desertiert, entzieht sich der Verfolgung und verschwindet in einem Wald, der den Gesetzen der Außenwelt nicht mehr gehorcht. Parallel erzählt der Film von F, einer Frau aus der Stadt, die mit der Nachricht ihrer Schwangerschaft nichts anzufangen weiß. Die beiden kennen sich nicht, und nichts in ihren Geschichten verbindet sie, bis ihre Wege sich in eben diesem Wald kreuzen. „Tlamess“ (Tunesien, 2019) ist der zweite Spielfilm von Ala Eddine Slim.

Slim erzählt fast ohne Dialog und ohne die Logik gewöhnlicher Dramaturgie; die langsame, stumme Verwandlung seiner beiden Figuren liest sich als Allegorie, die sich nicht auf eine Deutung festlegen lässt. Der Regisseur, 1982 in Sousse geboren, hat den Film mitproduziert. Premiere war 2019 in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes. 2019 lief „Tlamess“ bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion Berlinale World Cinema Fund.

Festival

Gezeigt in der 14. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2019.

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