Szene aus Angelo

Synopsis

Wien im 18. Jahrhundert: Eine Komtesse (Alba Rohrwacher) kauft einen afrikanischen Jungen, gibt ihm den Namen Angelo und lässt ihn in den Künsten ausbilden – mit der Zusicherung, er werde den anderen Mitgliedern des Hofes gleichgestellt sein. Angelo wird zur Attraktion, führt vor dem Fürsten aufwendige Pantomimen auf und bewegt sich scheinbar frei in einer Gesellschaft, die ihn als Kuriosität betrachtet. Als er heimlich eine weiße Frau heiratet, fällt er in Ungnade und verliert seinen Rang. „Angelo“ des Österreichers Markus Schleinzer (Österreich, 2018) beruht auf dem Leben des Angelo Soliman, der als Kind versklavt und an einen europäischen Hof gebracht wurde.

Es ist Schleinzers zweiter Spielfilm nach „Michael“ (2011); zuvor hatte er als Casting Director an mehreren Filmen Michael Hanekes gearbeitet. Der historische Stoff wird nicht als Kostümdrama erzählt, sondern als Studie über Zurschaustellung und Zugehörigkeit. Seine Premiere hatte der Film im September 2018 in der Sektion Platform des Toronto International Film Festival. 2019 lief „Angelo“ bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 14. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2019.

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