Szene aus Papicha

Synopsis

Algier in den 1990er Jahren, mitten im Bürgerkrieg. Nedjma (Lyna Khoudri) ist achtzehn, studiert und wohnt in einem Wohnheim der Universität. Nachts schlüpft sie mit ihrer Freundin Wassila durch den Zaun und fährt in einen Club, wo sie ihre selbst entworfenen Kleider an junge Frauen verkauft – „Papichas“, wie man sie nennt. Während Anschläge die Stadt erschüttern und die Islamisten immer neue Verbote durchsetzen, bis hinein auf den Campus, weigert sich Nedjma, ihr Leben nach ihnen auszurichten. Sie beschließt, im Wohnheim eine Modenschau zu veranstalten. „Papicha“ (Algerien, 2019) ist der erste Spielfilm von Mounia Meddour.

Meddour war in jenen Jahren selbst Journalistikstudentin in Algier und hat in einem Wohnheim gelebt, wie der Film es zeigt. Sie erzählt von Freiheit als täglicher Behauptung, mit einer Hauptfigur, deren Energie den Film trägt. Premiere war 2019 in der Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes; bei den Césars 2020 wurde „Papicha“ als bestes Erstlingswerk ausgezeichnet und Lyna Khoudri als beste Nachwuchsdarstellerin. 2019 lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 14. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2019.

Alle Filme 2019 · Archiv

Weitere Filme 2019