Szene aus Kriegerin

Synopsis

Marisa ist zwanzig, arbeitet im Lebensmittelladen ihrer Mutter in einer ostdeutschen Kleinstadt und gehört zur rechtsextremen Clique des Ortes. Hakenkreuz-Tätowierungen, Alkohol und Gewalt gegen Fremde gehören zum Alltag; die fünfzehnjährige Svenja, die aus einem kalten Elternhaus kommt, sucht in Marisa ein Vorbild und drängt in die Gruppe. Dann gerät Marisas Ordnung ins Rutschen: Ihr Freund Sandro kommt ins Gefängnis, der geliebte Großvater wird krank, Svenja macht ihr die Stellung streitig – und zwei afghanische Asylbewerber, die im Laden auftauchen, bringen sie zu einer Tat, für die die Clique keinen Schutz mehr bietet. „Kriegerin” von David Wnendt (Deutschland 2011) bleibt bei dieser Figur, ohne sie zu entschuldigen.

Wnendt erzählt ohne Erklärungen von außen, nah an seiner Hauptfigur; Alina Levshin spielt Marisa, Jella Haase die Svenja. Uraufführung beim Filmfest München 2011, im selben Jahr der First Steps Award für den abendfüllenden Spielfilm. Beim Deutschen Filmpreis 2012 erhielt der Film den Filmpreis in Bronze für den besten Spielfilm, den Preis für das beste Drehbuch und für Levshin den für die beste weibliche Hauptrolle. 2011 lief „Kriegerin” bei Around the World in 14 Films in Berlin in der Sektion Deutschland Spezial.

Festival

Gezeigt in der 6. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2011.

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