Szene aus El Sicario, Room 164

Synopsis

Ein Motelzimmer in Ciudad Juárez, an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, Nummer 164. In diesem Raum hat ein Mann früher Menschen festgehalten, gefoltert und getötet; jetzt sitzt er mit einem schwarzen Tuch über dem Kopf vor der Kamera und erzählt. Jahrelang arbeitete er als Auftragsmörder für ein Drogenkartell, Hunderte Morde gehen auf sein Konto, parallel dazu machte er Karriere bei der Polizei des Bundesstaats Chihuahua, ausgebildet, wie er sagt, mit Hilfe des FBI. Auf einem Notizblock skizziert er Hierarchien, Abläufe, Entführungen. „El Sicario, Room 164” von Gianfranco Rosi (Italien/Frankreich 2010) besteht aus nichts anderem als dieser Aussage.

Grundlage ist eine Reportage von Charles Bowden, die 2009 in Harper’s Magazine erschien. Rosi verzichtet auf Archivbilder und Gegenschnitte; der Schrecken entsteht aus der Kargheit der Anordnung und der Genauigkeit, mit der ein studierter Mann seine Arbeit beschreibt. In Venedig lief der Film 2010 in der Sektion Orizzonti und erhielt dort den FIPRESCI-Preis. 2011 lief „El Sicario, Room 164” bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 6. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2011.

Alle Filme 2011 · Archiv

Weitere Filme 2011