
- Mexiko
PARQUE VIA
Synopsis
Beto ist seit mehr als zehn Jahren Hausmeister einer leerstehenden Luxusvilla in Mexiko-Stadt. Er lebt dort allein und hält das Haus in Stand, bis es verkauft ist. Seine Kontakte zur Außenwelt beschränken sich auf die Besuche der Besitzerin, die seine Arbeit kontrolliert, auf gelegentliche Kaufinteressenten und auf die wöchentlichen Stunden mit Lupe, einer Prostituierten, die er für ein wenig Gesellschaft bezahlt. Die Stadt draußen, laut, wimmelnd und bedrohlich, hat Beto längst hinter sich gelassen. Dann wird das Haus verkauft, und er muss gehen. Seine frühere Chefin bemüht sich, ihm eine neue Stelle zu verschaffen – doch Beto fürchtet, nach all den Jahren in der Abgeschlossenheit draußen nicht mehr bestehen zu können. „Parque Vía” (Mexiko 2008) von Enrique Rivero erzählt von einem Mann, dessen Gefängnis sein Zuhause geworden ist.
Rivero beobachtet Beto in langen, ruhigen Einstellungen in den leeren Räumen; der Film dauert 86 Minuten und kommt mit wenigen Worten aus. In Locarno gewann „Parque Vía” 2008 den Goldenen Leoparden – als erster mexikanischer Film überhaupt. 2009 lief er bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 4. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2009.
















