
- Armenien
BORDER
Synopsis
An der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan, kurz nach dem unerklärten Krieg der frühen neunziger Jahre, finden zwei Männer einen Büffel, der in einem Graben feststeckt. Sie ziehen das Tier heraus und bringen es in ihr Dorf, eine Bauerngemeinschaft hoch in den Bergen. Von dort erzählt „Border” (Armenien 2009) des Armeniers Harutyun Khachatryan vom Alltag nach dem Krieg – aus der Perspektive des Büffels. Der scheint zu spüren, was um ihn herum geschieht, und versucht immer wieder zu entkommen; doch überall stehen Stacheldrahtzäune, und seine Bewacher holen ihn jedes Mal zurück. Auch die anderen Tiere des Hofes begegnen dem Neuankömmling mit Misstrauen.
Khachatryan verzichtet vollständig auf Dialog. Angeregt wurde der Film von einer Begebenheit, die der Regisseur selbst erlebt hat; die Geschichte des Büffels wird ihm zum Bild für die Tragödie des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts und für das Misstrauen, das die Gesellschaften des postsowjetischen Raums durchzieht. Zu sehen war „Border” 2009 unter anderem beim International Film Festival Rotterdam. Im selben Jahr lief der Film bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 4. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2009.
















