
- Frankreich/Liberia
JOHNNY MAD DOG
Synopsis
Liberia 2003, in den letzten Wochen des zweiten Bürgerkriegs, kurz vor dem Sturz von Charles Taylor. Johnny Mad Dog ist fünfzehn und plündert seit seinem zehnten Lebensjahr mit einer Einheit der LURD-Rebellen das Land. Mit seiner Truppe aus Kindersoldaten rückt er auf die Hauptstadt vor. Jean-Stéphane Sauvaires „Johnny Mad Dog” (Frankreich/Liberia 2008) zeigt den Alltag dieser Kinder ohne Abstand: das Töten, die Angst, die Befehle, den Rausch – und ein Leben, in dem Gewalt die einzige Sprache ist, die die Jungen je gelernt haben.
Sauvaire drehte in Liberia mit ehemaligen Kindersoldaten, die selbst für die LURD gekämpft hatten, Laien ohne Schulbildung, und lebte ein Jahr lang mit seinen Darstellern dort. Nur sie, so der Regisseur, hätten von diesem Grauen aufrichtig Zeugnis ablegen können. Der Film hatte 2008 in der Sektion Un Certain Regard in Cannes Premiere. 2008 lief „Johnny Mad Dog” bei Around the World in 14 Films in Berlin.
Festival
Gezeigt in der 3. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2008.


















