Szene aus Il Divo

Synopsis

Giulio Andreotti war sieben Mal Ministerpräsident Italiens und über vier Jahrzehnte hinweg gleichbedeutend mit Macht in Rom. Paolo Sorrentinos „Il Divo” (Italien 2008) zeigt den Mann, den seine Gegner „Beelzebub” nannten: ruhig, undurchschaubar, zwischen Regierungsgeschäften, Kirchgang, Büchern und Empfängen. Um ihn herum verschwinden politische Gegner, allen voran der entführte und ermordete Aldo Moro, und die Rolle der Mafia im Italien der Nachkriegszeit reicht bis in sein Umfeld. Der Film folgt keiner Lebensgeschichte, sondern dem inneren Getriebe eines Systems, das Andreotti verkörpert – und dem Rätsel, was dieser Mann wusste.

Sorrentino erzählt die Politik als Intrige und Inszenierung, mit einer Hauptfigur, die kaum ein Gefühl zeigt. Der Film lief im Wettbewerb von Cannes 2008 und erhielt dort den Preis der Jury; anschließend war er in Toronto zu sehen und wurde 2010 für den Oscar für das beste Make-up nominiert. 2008 lief „Il Divo” bei Around the World in 14 Films in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 3. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2008.

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