Szene aus Paradise

Synopsis

Hanieh, 24, gehört zur Teheraner Mittelschicht und fährt jeden Morgen weit hinaus, um an einer Grundschule in einem armen, unruhigen Vorort zu unterrichten. Sie hat eine Versetzung in die Stadt beantragt, doch der Antrag steckt irgendwo in der iranischen Verwaltung fest. Im Schulalltag, im Bus und auf der Straße kreuzen Kontrollen, Zurechtweisungen und kleine Übergriffe ihren Weg, und Hanieh nimmt sie hin, wie man Wetter hinnimmt. „Paradise” (Ma dar behesht, Iran/Deutschland 2015) von Sina Ataeian Dena handelt von der Gewalt des Alltags, ohne sie je in Szene zu setzen.

Gedreht ohne Drehgenehmigung auf den Straßen Teherans; Hanieh begegnet Passanten, die nicht wissen, dass sie gefilmt werden – Dokument und Fiktion verschränken sich. Premiere im Wettbewerb von Locarno 2015, wo der Film den Preis der Ökumenischen Jury und den Swatch Art Peace Hotel Award erhielt; in Marrakesch folgte der Spezialpreis der Jury. Bei Around the World in 14 Films lief er 2015 in Berlin.

Festival

Gezeigt in der 10. Ausgabe von Around the World in 14 Films, 2015.

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