
Vorverkaufsstart für das 21. Around the World in 14 Films: 14 weitere Premieren und Festival-Highlights
Neben dem titelgebenden Wettbewerb präsentiert das Festival 14 weitere Berlin- und Deutschlandpremieren: vier German Premieres, drei Hommagen an internationale Schauspielstars, einen Schwerpunkt zum iranischen Kino, die German Debut Night, einen Special Documentary Film, einen Surprise Film und die Closing Night.
Berlin, 03. November 2026 – Der Vorverkauf für das 21. Weltkinofestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS startet am Donnerstag, 5. November. Neben dem titelgebenden Wettbewerb präsentiert das Festival 14 weitere Berlin- und Deutschlandpremieren: vier German Premieres, drei Hommagen an internationale Schauspielstars, einen Schwerpunkt zum iranischen Kino, die German Debut Night, einen Special Documentary Film, einen Surprise Film und die Closing Night.
Die neue Reihe German Premiere versammelt vier hochkarätige Deutschlandpremieren: James Grays mit Adam Driver und Scarlett Johansson besetzten New-York-Thriller PAPER TIGER, Andrew Haighs queeres Familiendrama EIN LANGER WINTER, Paul Thomas Andersons Konzertfilm CAMERON WINTER AT CARNEGIE HALL über den Sänger der Indie-Rock-Band Geese sowie THE ECHO CHAMBER mit Luca Marinelli und Alicia Vikander nach dem letzten Drehbuch von Bernardo Bertolucci. Drei Hommagen würdigen die Schauspielstars Rami Malek, Javier Bardem und Asia Argento mit ihren aktuellen Filmen.
Ein politischer Schwerpunkt richtet den Blick auf das Filmland Iran, während die German Debut Night den Berliner Filmnachwuchs feiert. Am zweiten Festivalwochenende bleibt offen, welcher weitere Höhepunkt des internationalen Festivalherbstes als Surprise Film gezeigt wird. Die Closing Night gehört CLUB KID von Jordan Firstman, einem der überraschendsten Filme des diesjährigen Festivals von Cannes, der international bereits Kultstatus genießt.
Wie alle Werke bei 14 Films werden auch die Filme außerhalb des Wettbewerbs von Filmpatinnen und Filmpaten begleitet. In diesem Jahr übernehmen unter anderem Lena Urzendowsky, Louis Hofmann, Anne Ratte-Polle, Marie Bäumer, Dani Levy und Aaron Altaras diese Rolle.
Der Vorverkauf startet am Donnerstag, 5. November, mittags. Der Einheitspreis in allen Festivalkinos beträgt 14,00 Euro. Spielstätten in Berlin sind das CineStar in der KulturBrauerei sowie die Yorck-Kinos delphi LUX und Neues Off.
Die 14 Filme außerhalb des Wettbewerbs 2026:
Iranian Night · Rehearsals for a Revolution – Fragmente der Freiheit · Regie: Pegah Ahangarani
Iranian Night · Falling House · Regie: Mohsen Gharaei
German Debut Night · Lovers Sleep Alone · Regie: Massih Parsaei
German Debut Night · I’ll Be Gone in June · Regie: Katharina Rivilis
Special Documentary · The Pervert’s Guide to Utopias · Regie: Sophie Fiennes
Hommage Rami Malek · The Man I Love · Regie: Ira Sachs
Hommage Javier Bardem · The Beloved – Mein liebster Mensch · Regie: Rodrigo Sorogoyen
Hommage Asia Argento · Death Has No Master · Regie: Jorge Thielen Armand
German Premiere · The Echo Chamber · Regie: Andrea Pallaoro
German Premiere · Cameron Winter at Carnegie Hall · Regie: Paul Thomas Anderson
German Premiere · Ein langer Winter · Regie: Andrew Haigh
German Premiere · Paper Tiger · Regie: James Gray
Surprise Film
Closing Night · Club Kid · Regie: Jordan Firstman
„Wir freuen uns, drei sehr unterschiedlichen iranischen Stimmen Raum zu geben. Während Mohsen Gharaei und Pegah Ahangarani sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Iran auseinandersetzen, richtet Massih Parsaei den Blick auf das Leben im Exil. Zu den großen Entdeckungen des Jahres zählt außerdem „Cameron Winter at Carnegie Hall“. Die Solo-Performance erinnert an Musiklegenden wie Leonard Cohen und Bob Dylan.“
Susanne Bieger, Künstlerische Leitung
„Besonders glücklich sind wir über vier Deutschlandpremieren. Dazu zählen das starbesetzte, toxische Beziehungsdrama „The Echo Chamber“ und James Grays Cannes-Erfolg „Paper Tiger“. Ein weiteres Highlight ist Sophie Fiennes’ kluge und höchst unterhaltsame Fortsetzung ihrer Pervert’s-Guide-Reihe mit dem slowenischen Popstar-Philosophen Slavoj Žižek.“
Bernhard Karl, Künstlerische Leitung
AROUND THE WORLD IN 14 FILMS wird von einem starken Netzwerk engagierter Partner unterstützt. Als Premium-Partner engagieren sich beyerdynamic, ARTE und CineStar. Zu den weiteren Partnern zählen unter anderem Dentons, Chest of Wonders, die Yorck-Kinogruppe, die Deutsche Automatenwirtschaft, Bonvivant und Melitta. Gemeinsam tragen sie dazu bei, internationales Kino nach Berlin zu bringen.
Spielstätten sind das CineStar in der KulturBrauerei sowie die Yorck-Kinos delphi LUX und Neues Off. Das Festival findet vom 26. November bis 6. Dezember 2026 in Berlin statt.
Pressekontakt:
Around the World in 14 Films
Bernhard Karl und Susanne Bieger, Künstlerische Leitung
presse@14films.de
Weitere Informationen zu den Filmen:
Iranian Night · Rehearsals for a Revolution – Fragmente der Freiheit · Regie: Pegah Ahangarani
Aus privaten Super-8-Aufnahmen, heimlich gedrehten Bildern von Demonstrationen, den Stimmen Verstorbener und animierten Erinnerungen setzt Ahangarani ein vielstimmiges Gedächtnis des Widerstands zusammen. Jede Niederlage wird dabei zur Erfahrung, die sich der nächsten Generation einschreibt. Ahangarani erzählt nicht von einer Nation, die das Scheitern gelernt hat, sondern von Menschen, die sich das Hoffen nicht verbieten lassen.
www.14films.de/filme/rehearsals-for-a-revolution
Iranian Night · Falling House · Regie: Mohsen Gharaei
Regisseur Mohsen Gharaei („Blockage“) entwickelt aus dieser klaustrophobischen Versuchsanordnung eine ebenso wütende wie beklemmende Parabel auf den heutigen Iran. Draußen verändern Bagger die Stadt, drinnen versucht ein Vater, seine Autorität gegen den Willen der Frauen zu verteidigen. Die Türen bleiben verschlossen, die Zimmer werden enger, und jedes Gespräch wird zum Kampf um das Recht, das eigene Leben zu bestimmen.
www.14films.de/filme/falling-house
German Debut Night · Lovers Sleep Alone · Regie: Massih Parsaei
Der iranische Regisseur Massih Parsaei inszeniert sein Spielfilmdebüt nicht als konventionelles Exildrama, sondern als Studie über die Kunst, unsichtbar zu bleiben. In einem überraschend winterlichen Berlin erzeugen lange, distanzierte Einstellungen, die an die frühen Filme der Berliner Schule erinnern, eine dichte Atmosphäre der Entfremdung. Die Stadt wird dabei zur zweiten Hauptfigur.
www.14films.de/filme/lovers-sleep-alone
German Debut Night · I’ll Be Gone in June · Regie: Katharina Rivilis
Regisseurin Katharina Rivilis verarbeitet in ihrem Spielfilmdebüt eigene Erfahrungen als Austauschschülerin in New Mexico und erzählt vom Erwachsenwerden als doppeltem Verlust der Unschuld. Dass Wim Wenders den Film mitproduziert hat, ist kein Zufall: Auch in seinem Kino verbarg sich hinter Amerikas grenzenloser Weite oft eine tiefe Verlorenheit. Während Wenders von der Enttäuschung amerikanischer Sehnsüchte erzählte, zeigt Rivilis ein Land, das seinen eigenen Verheißungen nicht mehr glaubt.
www.14films.de/filme/ill-be-gone-in-june
Special Documentary · The Pervert’s Guide to Utopias · Regie: Sophie Fiennes
Philosophie wird zum großen Kinovergnügen: komisch, überdreht und voller gedanklicher Volten. Slavoj Žižek zerlegt die schönen Versprechen von Fortschritt und Freiheit, springt von „Blade Runner“ zur Tagespolitik und von Katastrophenfilmen zu den Katastrophen, die wir längst selbst erleben. Regisseurin Sophie Fiennes formt diese Abschweifungen zu einer rasanten Montage des Denkens, in der Filmzitate plötzlich mehr über unsere Welt verraten als jede Nachrichtensendung.
www.14films.de/filme/the-perverts-guide-to-utopias
Hommage Rami Malek · The Man I Love · Regie: Ira Sachs
Regisseur Ira Sachs kennt das Milieu, das er in diesem angenehm unaufgeregten Film zeigt: jene New Yorker Wohnungen, in denen geprobt, getanzt, gestritten und geliebt wird. Sachs selbst erlebte die AIDS-Krise der 1980er-Jahre. Rami Malek spielt Jimmy mit einer wilden, beinahe maßlosen Hingabe, als könnte die Kunst jeden Augenblick in etwas Ewiges verwandeln. „The Man I Love“ erzählt von der großen, schönen Illusion der Künstler, dass die Kunst selbst mehr Zeit kennt als unser kurzes Leben.
www.14films.de/filme/the-man-i-love
Hommage Javier Bardem · The Beloved – Mein liebster Mensch · Regie: Rodrigo Sorogoyen
Javier Bardem ist das Gravitationszentrum des Films. Er spielt den Macho-Künstler als verwundetes Raubtier. „The Beloved“ ist ein schmerzhaftes Familiendrama über die Frage, ob zwei Menschen trotz tiefer alter Wunden wieder wahrhaft zueinander finden können. „Javier Bardem liefert seine unheimlichste Performance seit No Country for Old Men.“ (The Guardian)
www.14films.de/filme/the-beloved
Hommage Asia Argento · Death Has No Master · Regie: Jorge Thielen Armand
Zwischen tropischem Grün und bröckelnden Mauern scheint die Gewalt früherer Generationen in den wabernd-düsteren Bildern noch immer zu atmen. Der Venezolaner Jorge Thielen Armand greift die fiebrige Bildwelt des italienischen Giallo auf und verbindet gotischen Horror mit einem politischen Thriller über das Erbe des Kolonialismus. Asia Argento spielt Caro als Frau, die selbst vor der eigenen Vergangenheit nicht sicher ist: herrisch, verletzlich und zunehmend verloren.
www.14films.de/filme/death-has-no-master
German Premiere · The Echo Chamber · Regie: Andrea Pallaoro
„The Echo Chamber“ geht auf das letzte, unvollendet gebliebene Drehbuch Bernardo Bertoluccis zurück. Andrea Pallaoro macht daraus ein Kammerspiel über Liebe als Gefängnis. Die Zeit springt vor und zurück; Menschen sind in Räumen anwesend, aus denen sie längst verschwunden sein müssten. So wird die Wohnung zur titelgebenden Echokammer, in der jedes Gefühl wiederkehrt, bis niemand mehr weiß, ob er liebt oder nur die eigene Sehnsucht hört.
www.14films.de/filme/the-echo-chamber
German Premiere · Cameron Winter at Carnegie Hall · Regie: Paul Thomas Anderson
Wer Cameron Winter einmal singen hört, vergisst diese Stimme nicht: Sie klingt, als hätte ein Dreiundzwanzigjähriger bereits mehrere Leben hinter sich. Als Frontmann der New Yorker Band Geese wurde Winter zur Sensation des amerikanischen Indie-Rock. Oscar-Preisträger Paul Thomas Anderson inszeniert den Auftritt mit beinahe demütiger Einfachheit. Gedreht auf 16- und 35-mm-Film, wandert sein Blick zwischen Winters Händen, dem flackernden Licht auf seinem Gesicht und der Dunkelheit des riesigen Saals. Das Ergebnis ist bewusst reduzierter als die vielgelobten Konzertfilme eines Martin Scorsese.
www.14films.de/filme/cameron-winter-at-carnegie-hall
German Premiere · Ein langer Winter · Regie: Andrew Haigh
Der britische Regisseur Andrew Haigh verwandelt in „Ein langer Winter“ eine Erzählung des irischen Schriftstellers Colm Tóibín in einen ungewöhnlichen Winterwestern, in dem die Weite der Rocky Mountains zur eisigen Falle wird. Wie schon in seinen eindrucksvollen Filmen „45 Years“ und „All of Us Strangers“ (bei 14 Films 2024) interessiert Haigh, was Menschen einander verschweigen, selbst wenn sie sich lieben.
www.14films.de/filme/a-long-winter
German Premiere · Paper Tiger · Regie: James Gray
James Gray kehrt mit „Paper Tiger“ zu den Straßen seiner Kindheit zurück. Seine Bilder glühen in herbstlichen Farben. Was als Gangsterthriller beginnt, entwickelt sich zur amerikanischen Orestie: zu einem Geisterfilm, in dem nicht die Toten spuken, sondern die Versprechen einer Gesellschaft, die ihre Menschen längst aufgegeben hat. Mit Scarlett Johansson und Adam Driver prominent besetzt, ist der Film ein überwältigender Abgesang auf den amerikanischen Traum, wie ihn nur einer der letzten großen Klassizisten Hollywoods erzählen kann.
www.14films.de/filme/paper-tiger
Surprise Film
Closing Night · Club Kid · Regie: Jordan Firstman
„Club Kid“ klingt zunächst wie eine Adam-Sandler-Komödie, in der ein verantwortungsloser Chaot durch ein Kind zur Vernunft kommt. Doch Jordan Firstman, einst Instagram-Provokateur und Star von Sebastián Silvas Sexkomödie „Rotting in the Sun“, verweigert sich dieser bequemen Läuterung. Sein auf 35-mm-Film gedrehtes Spielfilmdebüt feiert das queere Nachtleben nicht als jugendlichen Irrweg, sondern als Ort, an dem Menschen sich immer wieder neu erfinden und gegenseitig auffangen.
www.14films.de/filme/club-kid

