
- Film 3
- Brasilien
- Frankreich
- Portugal
- Rumänien
- Cannes 2025
I Only Rest in the Storm
O Riso e a Faca
Stab
- Drehbuch
- Pedro Pinho, Miguel Seabra Lopes, José Filipe Costa, Luísa Homem, Marta Lança, Miguel Carm
- Produktion
- Uma Pedra no Sapato, Terratreme Films, Still Moving, Bubbles Project, deFilm
- Verleih
- Grandfilm
- Besetzung
- Sérgio Coragem, Cleo Diára, Jonathan Guilherme
Festivals & Preise
- Cannes — Beste Schauspielerin Un Certain Regard
Sprachfassung & Zugang
- Sprache
- creolisch portugiesische OF
- Untertitel
- englische UT
Synopsis
Der portugiesische Regisseur Pedro Pinho hat schon mit seinem Spielfilmdebüt „A Fábrica de Nada“ gezeigt, dass er das Kino neu denken will: Neorealismus traf dort auf postmarxistisches Musical. Mit „I Only Rest in the Storm“, seinem fast vierstündigen neuen Werk, setzt er diesen Anspruch fort.
Hauptfigur ist Sérgio, ein portugiesischer Forscher, der im Auftrag einer Entwicklungsorganisation nach Guinea-Bissau reist. Was als nüchterne Feldstudie beginnt, katapultiert ihn bald in ein Geflecht aus Begehren, Macht und Erinnerung. Sérgio begegnet der rätselhaften Diára (Cleo Diára, ausgezeichnet in Cannes), die in auffälliger blonder Perücke durch die Straßen läuft. Durch sie findet er Anschluss an eine queere Community, in der auch der brasilianische Rückkehrer Guilherme nach seinen Wurzeln sucht. Zwischen ihnen entspinnt sich ein Dialog über Zugehörigkeit, koloniale Kontinuitäten und die Frage, ob Geschichte je zu überwinden ist.
Pinho erzählt das als hypnotische Erfahrung: mit langen Einstellungen, die Körper und Landschaft gleichberechtigt in Szene setzen, mit einer Kamera, die sich in den Bewegungen der Figuren verliert, und mit einer Struktur, die sich treiben lässt, statt einer klaren Linie zu folgen. „I Only Rest in the Storm“ fügt sich so zu einem intimen Porträt der Suche nach Zugehörigkeit – und zu einer visuell herausfordernden Meditation über Afrika als Raum politischer wie poetischer Neuentwürfe.
Präsentiert von

Ayse Polat
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